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      Rückblicke und Geschichte des Kosbacher Stad´ls

      Der Inhalt dieser Seiten erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit

      Ideen - Möglichkeiten - Realisierung
      St. Josefs Kapelle
      Weg zum Verein
      Kulturelles Geschehen
      Aktivgruppen
      Baubeginn 1982 - 1985, Richtfest - 1983
      1988 bis 2000
      2001 bis 2005
      2006 bis jetzt


        Ideen - Möglichkeiten - Realisierung

          Schon Ende 1978 sollte der leerstehende Wellerhof saniert werden und den Kosbachern, insbesondere der Jugend und den örtlichen Vereinen, Möglichkeiten zur Geselligkeit und Begegnung bieten.
          1980 aber befand sich das Wohnhaus in einem so schlechten Zustand (Türen und Fenster zerbrochen, das Dach undicht), dass die Stromversorgung unterbrochen werden musste. Auf Grund der schlechten Bausubstanz war eine Sanierung des Wohnhauses deshalb kaum denkbar.
          Durch die Erteilung der Abbruchgenehmigung für Wohnhaus und Stall am 20.05.1981 rückte die alte Scheune in den Mittelpunkt des Interesses. Zu diesem Zeitpunkt bot sich dem Betrachter ein trostloser Anblick:
          ein baufälliges Wohnhaus,
          eine verfallene Scheune,
          ein heruntergekommener Stall,
          daneben eine "moderne" Maschinenunterstellhalle.

          Nordansicht
          Nordansicht
          Westansicht
          Westansicht

          Nach langen und zähen Verhandlungen mit den Ämtern der Stadt fiel in der Ortsbeiratssitzung vom 08.12.1981 schließlich die Entscheidung zugunsten der Scheune. Vom Stadtplanungsamt wurde die Renovierung der Scheune angeregt. Es entstand eine rege Diskussion darüber, ob die Bausubstanz der Scheune erhalten werden könne, ob Belange des Denkmalschutzes zu berücksichtigen seien und vor allem welche Kosten entstehen könnten. All diese Überlegungen gipfelten in dem vom Stadtrat Uhl eingebrachten Antrag vom 03.02.1982 durch Sofortmassnahmen "die in ihrer tragenden Substanz kerngesunde Scheune" zu erhalten.
          Gut einen Monat später wurde eine Ortsbesichtigung durchgeführt unter Teilnahme von Oberbürgermeister Dr. Hahlweg, Stadträten und Betreuungsstadträten, einzelnen Fachämtern der Stadtverwaltung, Ortsbeiräten, Bürgern und auffallend vielen Jugendlichen.
          Die Kostenfrage stand im Mittelpunkt der Diskussion. Die Kostenschätzung der Stadtverwaltung erschien den Kosbachern, speziell ihrem Ortsbeirat Helmut Eichler als zu hoch. Die Herren Uhl und Eichler legten unter Berücksichtigung von hoher Eigenleistung und daraus resultierend Einsparung von Arbeitslöhnen eine wesentlich niedrigere Schätzung vor. Seitens der Stadtverwaltung wurden auch prompt Bedenken angemeldet und der gezeigte grosse Eifers und dessen Dauer wurde in Frage gestellt. Auch der Oberbürgermeister warnte vor allzu großer Euphorie, obwohl er dem ganzen Vorhaben durchaus positiv gegenüberstand. Er regte an, dass die an dem Ausbau der Scheune interessierten Bürger und Jugendlichen einen Trägerverband gründen möchten, dem man dann den Ausbau der Scheune übertragen könnte. Ein ähnlicher "Verein" hatte sich in Kosbach schon ein Mal bewährt. Dem Kapellenbauverein war es gelungen, trotz weniger Mittel die Kosbacher St. Josefs Kapelle am Dorfweiher zu errichten.

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        St. Josefs Kapelle

          Jahrhundertelang mussten die Kosbacher nach Büchenbach zu ihrer Urpfarrei ziehen. So beschloss die Kosbacher Gemeinde eine Kapelle zu bauen. Angesichts des hohen Verlustes, den die kleine Gemeinde Kosbach im 2. Weltkrieg erlitt - immerhin waren 21 Gefallene zu beklagen - entschlossen sich die Heimkehrer und eine Gruppe Kosbacher Bürger eine Gefallenen- und Gedächtniskapelle zu errichten. So regte man damals an, dass jede Kosbacher Familie ihre Bereitschaft zum Bau der Kapelle bekunden sollte. Die Finanzierung wurde durch Geld- und Sachspenden, sowie Hand - und Spanndienste der Bevölkerung sichergestellt.

          Kapelle  St. Josefs Kapelle

          Schließlich konnte am 15. März 1964 die St. Josefs Kapelle eingeweiht werden. Seit 1975 wird sie von Katholiken und Protestanten der Gemeinde rege genutzt.

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        Weg zum Verein

          Am 02.April 1982 wurde der Trägerverein von 13 Kosbachern gegründet und am 14. August 1982 unter der Registernummer 644 in das Vereinsregister unter dem Namen Verein Kosbacher Stad´l e.V. eingetragen. Die Gründungsmitglieder waren folgende Personen:

          • Albert Karl Heinz
          • Albert Thomas
          • Denzler Michael
          • Eichler Helmut
          • Hautmann Klaus
          • Leykauf Karl Heinz
          • Maid Peter
          • Niersberger Reinhard
          • Oberle Paul
          • Polster Baptist
          • Schreiber Georg
          • Voigt Hans
          • Voigt Stephan

          Aus der Wellerscheune wurde der Kosbacher Stad´l. Helmut Eichler wurde zum Vorstand gewählt und Paul Oberle zum zweiten Vorstand. Bald hatte der Verein unter Leitung von Helmut Eichler 375 Mitglieder, darunter viele Jugendliche. Der Verein hat sich - neben dem wohl augenfälligsten Anliegen, dem Ausbau bzw. der Renovierung des Stad´ls - in der Satzung das Ziel gesetzt, das örtliche Brauchtum in Kosbach zu pflegen und zu fördern, überliefertes Kulturgut, wie Liedgut und alte Handwerkskunst zu bewahren und den geschichtlichen Ursprung und den Werdegang Kosbachs aufzuzeigen.
          Ein weiteres Ziel war es, das Interesse und Engagement der Jugend und des Nachwuchses zu fördern.
          In der Folgezeit traten Andreas Schreiber und danach Michael Denzler als zweiter Vorstand der Vorstandschaft bei. Schon bald tritt der Verein "Kosbacher Stad´l e. V." als Verhandlungspartner und später als Vertragspartner der Stadt Erlangen in Aktion.
          Nach intensiven und zahlreichen Vorgesprächen kommt es am 30.09.1982 hinsichtlich der zukünftigen Nutzung des Stad´ls zum Abschluss eines Vertrages mit der Stadt Erlangen.
          Die Stadt überlässt dem Verein, zunächst also bis zum Jahr 1997 den Stad´l für 15 Jahre mietfrei zur satzungsgemässen Nutzung. Der Verein erbringt dafür Eigenleistungen zum Ausbau des Stad´ls; Art und Umfang des Ausbaues wurden im gleichen Vertrag einvernehmlich festgelegt. Die Stadt, weiterhin Eigentümer des Gebäudes und des Geländes, beteiligt sich mit einer festen Summe von 350000,- DM an den Aufbau- und Renovierungskosten.
          Da der Verein nur über begrenzte Eigenmittel verfügt, übernimmt die Stadt auch die jährlich anfallenden Betriebskosten von bis zu 15000,- DM. Die Bauunterhaltskosten werden geteilt; wobei hier der Verein wieder durch Eigenleistung seinen Teil dazu beiträgt. Schönheitsreparaturen gehen zu Lasten des Vereins, der auch für die Einrichtung verantwortlich zeichnet.
          Wie ernst es dem Verein ist, das mit dem Ausbau des Stad´ls gesteckte Ziel zu erreichen, zeigt der Fortgang der Arbeiten.

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        Kulturelles Geschehen

          In der langen Geschichte Kosbachs bildeten sich Sitten und Gebräuche, denen zum Teil noch heute nachgegangen wird.
          So laufen heute noch immer am 6. Januar Sternsinger durch das Dorf und sammeln Spenden ein.
          Am Vorabend des 1. Mai wird von der Jugend der Maibaum aufgestellt dessen Spitze mit bunten Bändern versehen ist.
          Das Pfingstfest ist mehr kirchlich ausgerichtet. So gehört der Flurumgang durch Steudach, Häusling, Kosbach und Büchenbach dazu, ebenso die Fronleichnamsprozession.
          Das Kandelsfeuer, wie das Johannesfeuer oder Sonnwendfeuer auch bezeichnet wird, brennt am Wochenende vor bzw. nach dem 24. Juni. Es hat mittlerweile Kultstatus in der Bevölkerung erreicht.
          Kinder und Jugendliche ziehen von Haus zu Haus mit einem kleinen buntgeschmückten Birkenbäumchen um Holz für das Sonnwendfeuer zu sammeln. Unterstützt wird dieser Heischgang, Holzsammelaktion, durch einen Spruch, der sehr lautstark und mit Nachdruck vorgetragen wird.
          Das höchste Fest im Jahresablauf ist die Kirchweih. Am Samstagnachmittag wird mit Musik und Gesang der Kirchweihbaum aus dem Wald heimgeholt und von der Jugend mit vereinten Kräften aufgestellt. Am Kirchweihmontag wird von den Kerwasburschen und Kerwasmadli der Betz´n rausgetanzt.
          Der Zuspruch reicht dank der einmaligen Atmosphäre des Kosbacher Stad´ls von kulturellen Veranstaltungen über Polterabende, Hochzeiten, Geburtstagsfeiern, Vereinsfeiern bis hin zu offiziellen städtischen Veranstaltungen.
          Die Vermietung des Kosbacher Stadl´s und seiner Infrastruktur dient einzig und allein dessen Unterhalt.

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        Aktivgruppen

            Backgruppen
            Fränkische Tanzgruppe
            Freiwillige Feuerwehr
            Gymnastikgruppen
              Heimat- u. Geschichtsverein
            Jugendclub
            Kapellenbauverein
            Mutter - Kind - Gruppen
            Schafkopfer
            Senioren
            Stad´l Chor
            Töpfergruppen
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        Baubeginn 1982 - 1985, Richtfest - 1983

          Im Mai 1982 wurden die Baupläne eingereicht, am 30.05.1982 wurden diese genehmigt und am 10.09.1982 war Baubeginn.
          Schon allein diese Abfolge der Termine zeigt, wie ernst es dem Verein war das mit dem Ausbau gesteckte Ziel zu erreichen. Der Kosbacher Stad´l wuchs ebenso wie das Zusammengehörigkeitsgefühl der Kosbacher. Die Unterschiede zwischen Alt- und Neukosbachern, Gross- und Kleinkosbachern verwischten sich.

          Helfer

          Geplant war das Richtfest für den 06. November 1982. Zum Richtfest war das Dach schon eingedeckt, eine Tatsache, die dem Richtschmaus nur zuträglich war. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt; nach dem Richtspruch spielte die Kosbacher Parforce Horngruppe und die Kosbacher Jugend unterhielt mit Blasmusik.
          Festredner war Oberbürgermeister Dr. Hahlweg, der bei seiner Ansprache eifrig im Sprichwörter- und Zitatenschatz kramte. "Es geschehen noch Zeichen und Wunder" stellte er eingangs fest und verstand als "Zeichen" den Kosbacher Stad´l selbst, der - und nun kommt das "Wunder" - durch eine beispiellose Gemeinschaftsleistung erst möglich wurde.
          Lobende Worte fand auch Bürgermeisterin Rechtenbacher für das Engagement der Kosbacher als der Kosbacher Stad´l bei einer Bürgerversammlung im März 1983 in anderer Art und Weise im Mittelpunkt stand. Besonders hob sie den Einsatz von Helmut Eichler hervor, der jeden Tag auf der Baustelle zu finden war.
          Dieser stellte den Antrag, die Stadt möge dem Verein das Gelände um den Stad´l herum für entsprechende Außen-, Sport- und Freizeitanlagen zur Verfügung stellen. Zum einen benötige die freiwillige Feuerwehr Platz für Übungen, zum anderen lasse der Bebauungsplan für Kosbach auch weiteren Bevölkerungszuwachs erwarten.
          Knapp ein Vierteljahr nach dieser Bürgerversammlung findet im Kosbacher Stad´l ein Sommernachtsfest statt. Die Kosbacher können nicht nur arbeiten, sie können auch ebenso gut feiern.
          Am 10.09.1983 schließt sich ein weiteres Fest unter dem Motto "Ein Jahr Bauarbeiten" an. Bürgermeisterin Rechtenbacher bezeichnete den Stad´l als ein Zeichen für Bürgersinn und stiftete zum Rohbaufest ein Fass Bier.

          Ostseite       Westseite

          Bis dahin haben die 123 Kosbacher über 5000 Stunden im und am Stad´l gewerkelt und können mit berechtigtem Stolz ein Gemeinschaftshaus präsentieren, in dem noch im laufenden Jahr die Jugendräume teilbezugsfertig werden sollen.
          Über das zügige Vorangehen des Innenausbaus wurden die Aussenanlagen nicht vergessen. Drei 40- bis 50-jährige Eichen, die in Herzogenaurach der Mülldeponie weichen mussten, fanden im Eingangsbereich des Kosbacher Stad´ls eine neue Heimat.
          Im März 1984 konnte sich Oberbürgermeister Dr. Hahlweg vom guten Vorankommen des weiteren Ausbaus überzeugen und fand lobende Worte über die bisher geleistete Arbeit. Investiert wurden 245000,- DM vom städtischen Zuschuss und über 7000 Arbeitsstunden seitens des Vereins. Im April 1984 konnte der Verein bereits seine Mitgliederversammlung im Stad´l abhalten.
          In den folgenden Jahren konzentrierten sich die Arbeiten auf Details am und im Stad´l und die Außenanlagen. Durch Baumpatenschaften konnte der Biergarten vollendet werden.
          Zum Jahreswechsel 1984 / 85 hatten die 371 Vereinsmitglieder bereits über 9000 Arbeitsstunden geleistet. Bis April 1985 wurden die von der Stadt gegebenen 350000,- DM Zuschuss restlos verbaut. Zur endgültigen Gestaltung der Aussenanlagen wurden von der Stadt 30000,- DM nachbewilligt.
          Durch Spenden und in Eigenleistung wurde 1986 der Backofen errichtet, der seitdem regelmäßig zum Zwiebelkuchen-, Brot- und Brezenbacken genutzt wird; Produkte, die sich einer wachsenden Beliebtheit erfreuen. 1987 wurde die Freiluftkegelbahn erbaut. Durch diese Massnahme erhielt der nördliche Hofbereich, der zukünftige Biergarten, eine Art Hofcharakter.

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        1988 bis 2000

          In den folgenden Jahren wurde im südlichen Teil der Maschinenhalle die Werkstatt ausgebaut und eine Küche installiert. Alljährlich zum Stad´l Fest gibt es hauseigene Schlachtfestspezialitäten.
          Die freiwillige Feuerwehr Kosbach - Häusling erhält eine große Garage. Der Eingangsbereich der Maschinenhalle wird überdacht. Der Bolzplatz wird fertig gestellt und eingesät.
          Bis Ende 1990 leisteten die Vereinsmitglieder insgesamt über 15000 Arbeitsstunden.
          1992 beantragte der Stadlvorstand Helmut Eichler die Erweiterung der Nutzfläche des Kosbacher Stad´ls. Im Rahmen der gleichen Zweckbestimmung wurde die ehemalige Maschinenhalle dem Verein mit einem Nachtrag zur bestehenden Nutzungsvereinbarung überlassen.
          1993 begannen die Rohbauarbeiten an der Maschinenhalle mit dem Einbringen eines neuen Betonfundamentes. Diverse Maurer- und Zimmererarbeiten folgten. Danach wurden Türen und Fenster gesetzt.
          1996 wurden an der Südseite zwischen Feuerwehr und Stad´l Abwasserleitungen verlegt, ein Bodengully gesetzt und die Bodenplatte mit Abwasserinstallation für den Toiletten- und Duschtrakt betoniert.
          Die große, vorher nicht bekannte Menge an Baurückständen und Gerümpel im Boden machte es dringend notwendig eine Firma mit dem Aushub zu beauftragen. Nach den Bodenarbeiten wurde der gesamte Bereich gepflastert. In Eigenleistung wurde mit dem Rohbau des Toiletten- und Duschgebäudes begonnen. Die Sanitärplanung und Montage, ebenso wie Elektroplanung und Montage, wurden, ebenfalls in Eigenleistung, mit Beratung erfahrener Fachleute durchgeführt. Der Zwischenraum zum Stad´l wurde mit Zementsteinen gepflastert. Es folgte die Montage der Dachrinnen am Anbau.
          Die Großkühlzelle zur Energieeinsparung und Arbeitserleichterung bei Veranstaltungen wurde eingebaut. Dank der Hilfe der Brauerei Kitzmann konnte die Finanzierung über die Bühne gehen. Auf das Dach des Stad´ls wurde ein Storchennest gestellt, in der Hoffnung, dass dieses bald bevölkert wird. Der Jugendclub erhält neue Tische und Stühle, ebenso wurde der Töpferraum neu möbliert. Sicherheitsaspekte und Energieersparnis gegenüber der bisherigen Beleuchtung standen im Vordergrund bei der Entscheidung einen Beleuchtungsmast neben dem Backofen aufzustellen.
          Parkplatz und Hofeinfahrt wurden asphaltiert, da der alte Zustand durch starke Frequentierung und Nässe nicht mehr mit Ausbesserungsarbeiten in Stand gehalten werden konnte. Um das Sauberhalten und letztendlich die Pflege des Stad´ls zu erleichtern und den Putzaufwand zu verringern wurde der Eingangsbereich gepflastert.
          So entstand im Laufe der Zeit durch den Einsatz vieler Helfer und einen großen Stundenaufwand eine Anlage, die einer vielfältigen Nutzung gerecht werden konnte.

          Folgendes stand nun zur Verfügung:

          Stad´l Erdgeschoss
          • Saal ca. 80 Sitzplätze mit kleiner Küche
          • Vorratsraum mit Kühlraum
          • Vorstandszimmer
          • Musikerzimmer
          • Toilettenanlagen

          Obergeschoss
          • Bretten
          • Feuerwehrversammlungsraum
          • Jugendclub

          Aussenbereich
          • Backofen nach fränkischem Vorbild
          • Freiluftkegelbahn
          • Hofraum mit Ganzjahressitzgelegenheiten
          • Freisitz überdacht
          • Bolzplatz
          • Freifläche mit Feuerstelle und Stellplatz für Mai- und Kirchweihbaum
          • Halle mit WC- und Duschanlage
          • Feuerwehrgerätehaus mit eigener Zufahrt
          • Parkplatz

          Nach 14 langen Jahren des Aufbaus kandidiert Helmut Eichler nicht mehr für das Amt des ersten Vorsitzenden. An seine Stelle tritt am 04.04.1996 Michael Denzler und Norbert Maid als zweiter Vorsitzender und führten das Werk fort.
          1997 steht ein neuer Mietvertrag mit der Stadt Erlangen an. Die Kommune signalisiert, dass sie keine finanzielle Hilfe mehr leisten kann und dass sie sich deshalb auch nicht mehr vertraglich binden möchte.
          Ein Jahr dauerten die zähen Verhandlungen mit der Stadt über einen Verkauf des Stad´ls mit Gelände an den Verein. Das Liegenschaftsamt äußerte den Wunsch die St. Josefs Kapelle mit in die Verkaufsverhandlungen einzubinden.
          In der Jahreshauptversammlung 1999 wurde einstimmig beschlossen, die Kaufverhandlungen mit der Stadt zügig fortzusetzen. Dementsprechend wurde der Verlängerung des Mietvertrages mit der Stadt nur befristet bis zur nächsten Mitgliederversammlung zugestimmt. Mittlerweile war auch eine finanzielle Unterstützung des Projektes, der Kauf des Stad´ls, gesichert.
          Anlässlich der ordentlichen Hauptversammlung am 31. März 2000 wurden Klaus Six zum ersten Vorstand und Werner Bergmann zum zweiten Vorstand gewählt. Mit überwältigender Mehrheit beschloss die Mitgliederversammlung den Stad´l inklusive Gelände und Kapelle von der Stadt anzukaufen.
          Nach einem langen und zähen Verhandlungsmarathon, vorbereitet durch etliche Vorverhandlungen, wurde am 24. August 2000 das gesamte Anwesen mit Kapelle, Fussballplatz, Kegelbahn, Backofen und Maschinenunterstellhalle von der Stadt Erlangen an den Kosbacher Stad´l Verein verkauft. Somit wird der Kosbacher Stad´l nach 18 Jahren Herr im eigenen Haus. Ein offizieller Festakt hierzu fand am 26.08.2000 anlässlich der Kosbacher Kirchweih statt.

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        2001 bis 2005

          Schon seit Längerem wurde über eine sinnvolle Nutzung der Maschinenunterstellhalle diskutiert. Viele Ideen wurden eingebracht und wieder verworfen. Man einigte sich schließlich auf eine neutrale Nutzungsvariante.
          2001 wurde der Ausbau der Maschinenunterstellhalle in Angriff genommen. Die Hallenostwand wurde unterhalb des Daches fertig zugemauert; von innen folgte eine optische Verkleidung innerhalb der sichtbaren Dachkonstruktion. Um optisch sich an die Außenfassade des Stad´ls anzupassen wurde die Verbretterung der gesamten Wand von außen an der Hallenostwand ähnlich gestaltet. Die Westwand wurde an der Straßenseite mit Styropor gedämmt und anschließend Putz aufgezogen.
          All diese Aktivitäten wurden mit Mitgliedern und mit großzügiger Unterstützung der Brauerei Kitzmann durchgeführt.
          Im Februar wird der gesamte Innenwandbereich mit OSB- Platten verkleidet, die anschließend noch gestrichen wurden. Mit dieser Aktion erhält sogleich die Halle ein wesentlich angenehmeres Ambiente.
          Schon seit einigen Jahren wurden über die zukünftige Beheizung des Stad´ls. Überlegungen angestellt. Bisher wurde der Stad´l elektrisch beheizt. Aus Kostengründen fiel die Entscheidung zu Gunsten einer zentralen Ölheizung. Baulich war hierfür schon in weiser Voraussicht Vorkehrung getroffen worden. Der Öltankraum und der Brennerraum existierten bereits.
          Schon Ende 2002, dank eines Grosseinsatzes vieler Mitglieder, konnte der Hallenboden mit einer Fussbodenheizung versehen werden. Der Estrich wurde aufgebracht und der gesamte Hallenboden wurde von fleißigen Händen in Eigenleistung gefliest. Die Ölheizung wurde zunächst provisorisch eingebaut und die Halle nach Bedarf beheizt. Dank der günstigen Witterung konnte zum Jahresende der Außenbereich um den Stad´l frisch geschottert und gesplittet werden.
          2003 wurde die Feuerwehr an die Heizung angeschlossen, das Provisorium Öltankraum entsprechend den Vorschriften vorbereitet und ausgebaut und die Öltanks gesetzt.
          Am 04. Juli 2003 erhält der Kosbacher Stad´l den Ehrenbrief der Stadt Erlangen in Anerkennung der Verdienste um das kulturelle Leben.
          2004 wurde die Elektrik der Halle und des Schankraumes den geplanten Erfordernissen angepasst. Es wurden Kabelkanäle verlegt, Kabel gezogen, Steckdosen gesetzt und ein Durchlauferhitzer montiert. Ein neuer grösserer Abfluss ersetzt den alten kleinen aus dem Schankraum.
          Der nächste Schritt bestand im Anschluss des Stad´ls an die Ölheizung. Die Verbindung mit Rohrleitungen vom Brennerraum zum Stad´l hinüber wurde im August in Angriff genommen. Ein Kanal zwischen den einzelnen Bauwerken wurde ausgeschachtet, Rohrleitungsstücke zusammengeschweißt, isoliert und montiert. Im September war dank des Einsatzes unermüdlicher Helfer die Verbindung hergestellt.
          Im November wird im gesamten Stad´l die Heizung montiert und am 02.12.2004 ab 16.00 Uhr der Stad´l komplett mit Öl geheizt.
          Im März 2005 beginnen die Vorbereitungen zum weiteren Innenausbau der gesamten Halle und Brennerraum; es wurde gestrichen und gemalt. Und Ende März erstrahlt die Halle in einem hellen Weiß. Im April wurden alle Fensterrahmen innen und außen gestrichen.
          In den Jahren 2001 bis 2005 hatten engagierte Vereinsmitglieder 2900 Arbeitsstunden geleistet. Mit all diesen Aktionen ist es gelungen aus einer ehemaligen tristen Maschinenunterstellhalle einen vielfältig nutzbaren Raum zu schaffen, der sich immer größerer Beliebtheit erfreut.

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        2006 bis jetzt

          Da die Toilettenanlage im Stad´l so langsam in die Jahre gekommen war, war es an der Zeit sich über eine Renovierung Gedanken zu machen.
          Im Januar 2006 ging es los. Die Elektrik wurde den geplanten Vorgaben angepasst und so weit als möglich vormontiert, eine abgehängte Holzdecke wurde eingezogen. Die alte Sanitärinstallation samt Fliesen wurde entfernt; die Räume für die Neuinstallation sanitär- sowie elektroseitig vorbereitet. An Stelle der alten Trennwände wurden Massivwände in den Toiletten hochgezogen, der alte unebene Fußboden mit Fliessestrich begradigt und alle Flächen gefliest.
          Am 20. März wurde die letzte Fliese verlegt und am 24. März der letzte Teil der Sanitärinstallation beendet. Zum Ende des Monats konnten die neuen Toilettenanlagen in Betrieb genommen werden.
          Es darf auch hier nicht unerwähnt bleiben, dass diese Aktion, wie alle anderen auch, nicht ohne den freiwilligen Einsatz vieler engagierter Vereinsmitglieder so reibungslos und relativ kostengünstig über die Bühne gegangen wäre.
          Im Juli 2006 wurde damit begonnen die Fangnetze am Sportplatz zu erneuern. Die "Vater - Kind - Gruppe" begann die alten morschen Pfosten und Stangen der zerflederten Fangnetze durch neue zu ersetzen. An der Kegelbahnseite wurde das Fangnetz verlängert, um die Biberschwänze der Kegelbahn in ihrer gesamten Länge vor den Bällen zu schützen; die Fußballtore erhielten ebenfalls neue Fangnetze. Der Zwischenraum zwischen Fangnetz und Kegelbahn wurde in einer Aktion mit Erde aufgefüllt und somit begradigt.
          Im Frühjahr 2007 wurde dieser Streifen mit Mutterboden leicht angefüllt und angesät. Die Unkosten waren weitgehend durch die Benefizaktion "Der Stad´l kickt" abgedeckt. Zu guter Letzt wurden zwei neue kleinere transportable Holztore für die kleineren Kicker gebaut und aufgestellt. Die "neue" Anlage wird eifrig genutzt und erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit.
          Im Juli 2007 erhielt die Kegelbahn im Kopfbau neue Fenster aus Sicherheitsglas; die alten Rahmen waren schon recht baufällig.
          Schon seit einiger Zeit wurde über den Dachboden im Stad´l geredet und diskutiert. Was kann, was soll man gegen den Wärmeverlust im allgemeinen und speziell im Jugendclub sowie im Bretten machen.
          Anfang 2008 begann die große Aktion. Der Dachboden wurde von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr und des Jugendclubs entrümpelt. Da der Staubanfall dabei bedrohliche Ausmaße annahm, musste die Aktion unter Vollatemschutzbedingungen durchgezogen werden; für die Beteiligten ein kostenloser Saunagang. Die alte lückenhafte Isolierung wurde in einigen Fahrten mit dem Pritschenwagen in der Müllumladestation abgegeben. Den Restmüll holte die städtische Müllabfuhr ab. Mit nahezu der gleichen Mannschaft wurde das notwendige Bau- und Isoliermaterial auf den Dachboden transportiert und verarbeitet. Ende Februar 2008 war auch diese Aktion beendet.
          Immer wieder wurden wir gefragt, wann denn endlich eine neue Bestuhlung der Halle angedacht sei. Einige Interessenten zogen sogar ihre Anmietung wieder zurück, als sie die Biergarniturbestuhlung in der Halle erblickten.
          Am 10.06.2008 war es endlich soweit; die neue Bestuhlung konnte aufgestellt und einige Tage später mit einem 60. Geburtstag eingeweiht werden.

          Stadl heute  Der Stad´l heute

          Seitdem ist ein spürbar gesteigertes Interesse an der Halle zu verzeichnen. Im Freisitz waren die Tische und Bänke in die Jahre gekommen; das Holz faulte oder war morsch, die Befestigung der Bretter löste sich auf und das Ganze wurde immer unansehnlicher. Anfang August begannen die ersten Vorbereitungen die Garnituren zu ersetzen. Bretter wurden geholt, gehobelt und gefast. Die alten Einheiten wurden komplett abgebaut, neue Löcher für die Pfosten gebohrt, der Jugendclubnachwuchs strich die Bretter und andere freiwillige Helfer begannen mit der Montage.
          Pünktlich zur Kirchweih war alles fertig.
          Bis jetzt hatten engagierte Vereinsmitglieder wieder 450 Arbeitsstunden eingebracht. Aber auch in Zukunft gibt es noch vieles zu tun - zusammen können und werden wir es bewältigen!

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